Arbeitskreis Gedenken

Der Arbeitskreis Gedenken der Charlottenburg -  Wilmersdorfer SPD  existiert seit 3 Jahren und soll die demokratische Erinnerungskultur im Bezirk aus sozialdemokratischer Sicht stärken. Dazu gehört insbesondere auch die antifaschistische Erinnerungskultur, aber auch die Erinnerung an sozialdemokratische Geschichte mit den jeweiligen Konsequenzen für die Gegenwart.

Im Arbeitskreis werden Lebensläufe und Anträge auf Stolpersteine für politisch Verfolgte Opfer des Nationalsozialismus besprochen, die jährliche „Stolpersteinputzaktion“ der bezirklichen SPD wird begleitet, aber es wird z.B, auch darüber gesprochen, wie ein angemessenes Konzept der Erinnerung an die in unserem Bezirk im Nationalsozialismus existierenden Zwangsarbeitslager aussehen könnte oder ob z.B. in der Murellenschlucht eine angemessene Gedenkstätte für die vom Reichskriegsgericht zum Tode verurteilten Opfer fehlt.

Reiseangebote in Gedenkstätten oder Orte der sozialdemokratischen Geschichte werden geprüft bzw. verbreitet.

Natürlich kooperiert der Arbeitskreis mit anderen Initiativen wie dem Verein „das Rote Tuch“, bemüht sich aber auch allgemein, den in der Gedenkarbeit aktiven Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten eine Vernetzung und Informationsaustausch zur Verfügung zu stellen. Interessenten wenden sich bitte an das Kreisbüro…..

 

Jährliche Aktion: Stolpersteinputzen zum Tag der Befreiung am 8.Mai!

Seit vielen Jahren ruft die SPD Charlottenburg – Wilmersdorf  jährlich zum Tag der Befreiung am 8. Mai ihre Mitglieder und die Bürgerinnen und Bürger des Bezirks auf, die Stolpersteine zu putzen, um die Erinnerung wach und die Steine sauber zu halten, damit sie ihre Funktion erfüllen können. Seit einigen Jahren gibt es entsprechende Aufrufe des SPD-Landesverbandes für das übrige Stadtgebiet.

Was sind Stolpersteine?

Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig, mit dem an Menschen erinnert wird, die zwischen 1933 und 1945 von den Nationalsozialisten verfolgt wurden.Stolpersteine sind Betonquader mit einer Kantenlänge von 10 cm, die in den Gehweg vor dem letzten frei gewählten Wohnort von Verfolgten des Nationalsozialismus eingelassen werden. Auf einer Messingplatte an der Oberseite sind der Name und das Schicksal des Menschen, an den erinnert wird, zu lesen.

Stolpersteine gibt es in Berlin seit 1996.

Quelle: www.stolpersteine-berlin.de

 

Der von der SPD Charlottenburg-Wilmersdorf gemeinsam mit dem Verdi Ortsverein Berlin Nordwest, der DGB-Jugend „Schloss 19“, den Naturfreunden Berlin und dem Kiezbündnis Klausener Platz eV für 2016 verfasste Aufruf lautet wie folgt:

 

„Nie wieder! Charlottenburg-Wilmersdorf erinnert, bleibt vielfältig und hilft Menschen in Not“.

Am 8. Mai 2016 jährt sich zum 71. Mal der Tag der Befreiung, an dem der von Deutschland ausgehende schreckliche 2. Weltkrieg mit millionenfachen Opfern sein Ende fand. Das Kriegsende markiert auch das Ende der millionenfache Verfolgung und Ermordung jüdischer Menschen sowie politischer Gegner, Andersdenkender und -lebender.

Während wir seit über 70 Jahren in Frieden leben und Wohlstand aufbauen konnten, ist der Weltfrieden durch Kriege und Verfolgung überall in der Welt weiter bedroht.

Viele Menschen, die seitdem überall in der Welt wegen ihrer politischen Anschauung oder Religion verfolgt wurden, suchten und suchen bei uns Schutz vor Verfolgung und Tod. Wir werden ihnen auch weiterhin aus Mitmenschlichkeit und aus der uns durch unsere Geschichte auferlegten Verantwortung diesen Schutz vor Verfolgung und Tod gewähren.

Wie beim Aufkommen des Nationalsozialismus in den 20- und 30ziger Jahren, gibt es auch heute wieder rechte Populisten, die Sündenböcke schaffen und die zu uns geflüchteten Menschen  für steigende Kriminalität, soziale Notlagen und andere Missstände verantwortlich machen wollen.

Deswegen stellen wir die diesjährige Stolperstein-Putzaktion am 7. und 8. Mai unter das Motto: „Nie wieder! Charlottenburg-Wilmersdorf erinnert, bleibt vielfältig und hilft Menschen in Not“.

Die Stolpersteinputzaktion soll so auch 2016 weiterhin die Erinnerung an unsere durch den Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Mitbürgerinnen und Mitbürger wach halten. Gleichzeitig stellen wir uns damit aber auch gegen Ausgrenzung und neuen, politisch motivierten Hass gegenüber Andersdenkenden und -lebenden, Religionen und zu uns geflüchteten Menschen.

Die unterzeichnenden Organisatoren werden am Wochenende des 7. und 8. Mai die Stolpersteine des Bezirks gegen das Vergessen und für Toleranz putzen und als Zeichen für einen weltoffenen und toleranten Bezirk diese gemeinsame Erklärung an den geputzten Steinen aushängen.

 

Helfen Sie mit und Putzen die Stolpersteine vor ihrer Tür selbst!

Tipps zur Reinigung und Pflege der Stolpersteine 

Die Inschriften der Stolpersteine sind in eine Messingplatte eingeprägt. Da Messing mit der Zeit dunkel anläuft, ist es erforderlich, die Messingtafeln  regelmäßig mit einem Metall-Putzmittel zu reinigen. Nur so bleiben sie deutlich sichtbar und gehen nicht optisch in der Umgebung auf. Wir suchen daher „Putzpaten“, die bereit sind, sich die Mühe zu machen, mit einem „Putzlappen“ den verblichenen Glanz wieder herzustellen. 

Wie putze ich richtig? 

  • Für die Reinigung eignen sich alle handelsüblichen Putzmittel für Metalle. 
  • Es muss auf Hilfsmittel mit harter Oberfläche wie etwa Drahtbürsten verzichtet werden, weil die Messingplatten sonst beschädigt würden. Der Anlauf- und Schmutzfilm ist auch ohne derartige Hilfsmittel relativ leicht zu entfernen, wenn man die aufgetragene Reinigungsmilch oder  -paste kurz einwirken lässt, bevor man die Messingplatte abreibt 
  • Mit einem trockenen Tuch wird abschließend nachpoliert. 
  • Das Reinigungsmittel sollte gering dosiert auf einen Putzlappen gegeben werden, um Putzmittelränder auf umliegendem Pflaster zu vermeiden. Diese zersetzen sich nur äußerst langsam. 
  • Stark verunreinigte Stolpersteine kann man vorab mit Wasser säubern und dann mit dem Metall-Putzmittel sowie einem Spezialschwamm für Edelstahl (Spontex) reinigen. 
  • Falls das Reinigungsergebnis noch nicht zufrieden stellt, wiederholt man den Vorgang.  

Quelle: Stolpersteine-Bremen.de

 

Wo finden sie die nächsten Stolpersteine….?

Wenn vor Ihrer Tür keine Stolpersteine zu finden sind, Sie aber beim Putzen helfen wollen, können sie unter

http://www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/ueber-den-bezirk/geschichte/stolpersteine.de

ein Straßenverzeichnis für Stolpersteine finden, in dem auch Stolpersteine in ihrer Nähe verzeichnet sein sollten.

Dort sind für viele Stolpersteine auch die Initiatoren und Umstände der Verlegung und biografische Einzelheiten des geehrten Opfers vermerkt.

 

Abteilungstermine

Sozialdemokrat

Informationen

AGs in der SPD

Kontakt aufnehmen

Mitglied werden

Spenden für die SPD

SPD Fraktion in der BVV

Jusos CW

Weitersagen