Arbeiterwiderstand im Kiez am Klausenerplatz - Rundgang am 13. April

Veröffentlicht am 27.06.2013 in Geschichte

Fotos der Razzia in der Danckelmannstraße, Foto: D. Zöbl

Der beste Kenner der Geschichte des Gebiets um den Klausenerplatz, Harald Marpe, führte uns zu Stätten des Arbeiterwiderstands und entsprechender Erinnerungsmarken. In dem Gebiet, das um 1930 als „Kleiner Wedding“ galt, taten sich nicht nur mit Gedenktafeln, sondern auch hinter den Fassaden bislang unbekannte Dimensionen auf: Treffpunkte der Linken, Wohnorte und Ereignisse.

Am gleichen Haus, in dem der Nazigegner Hüttig wohnte, wird auch an den Fotografen und Filmemacher Walter Reuter (1906–2005) erinnert. Der spätere Bildjournalist für die Arbeiter-Illustrierte Zeitung emigrierte 1933 nach Spanien, wo er im Bürgerkrieg für die Republik kämpfte. Der Internierung in Frankreich und Marokko folgte 1942 die Emigration nach Mexiko. Hier, wo er bis 2005 lebte, führte Reuter den modernen Fotojournalismus ein.
Auch der Geschichtsraum Straße wurde lebendig. Wir sahen die Orte der einschlägigen Kneipen, erfuhren z. B. vom Schicksal des jüdischen Ehepaares Johann Julius und Johanna Visser, die beide 1942 aus der heutigen Seelingstraße deportiert und ermordet wurden. Die Erläuterung zeitgenössischer Fotos brachte uns eine Razzia in der Danckelmannstraße beklemmend nah.

 
 

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