Preisverleihung 2011

Veröffentlicht am 22.08.2011 in Informationen

Am 14. August 2011 erlebten viele Besucher und Besucherinnen im bis auf den letzten Stuhl gefüllten Theatersaal im Schloss 19, der Jugendeinrichtung von Falken und DGB- Jugend, einen bewegenden Vormittag.

Die Preisträger, das dokumentartheater berlin spielte für die Besucher und Besucherinnen Szenen aus dem Stück, welches mit dem Roten Tuch ausgezeichnet wurde.

Die Inszenierung „Vergessene Biografien – Migranten und schwarze Menschen im Nationalsozialismus“ leistet in zweifacher Hinsicht einen wertvollen künstlerischen Beitrag gegen das Wiedererstarken rassistischer, menschenfeindlicher und antidemokratischer Ideologien: Es ermöglichte zunächst Jugendlichen, selbst recherchierend, sich mit dem Leben rassistisch Verfolgter im Nationalsozialismus auseinanderzusetzen und die gewonnenen Erkenntnisse in eine künstlerische Formensprache zu überführen. Zum anderen ließ es in der Präsentation der Ergebnisse den Zuschauer an einem intensiven Theaterabend teilhaben, der Einfühlung in das Schicksal verfolgter Menschen im „Dritten Reich“ ermöglichte. Für die beteiligten Jugendlichen dieses Theaterprojektes ebenso, wie für die Zuschauer, wird an den Biographien dieser Opfergruppen der mörderische Gehalt biologistisch- rassistischer Weltbilder deutlich.

Für die Jury erklärte die Vorsitzende, Carolina Böhm:
„Die Jury des Roten Tuches hat in den vergangenen Monaten intensiv gesucht nach Preisträger/innen die eine aktuelle Geschichte erzählen: Von Empathie für Vielfalt- vom Zuhören- Vom Hinschauen- Von Respekt.
Wir haben sie im dokumentartheater gefunden, in der Inszenierung Vergessene Biographien.

Es gelingt hier, diese Biographien, von Migranten und schwarzen Menschen im Nationalsozialismus ins Hier und Jetzt auf die Bühne zu holen, durch Darsteller und Darstellerinnen, die selbst Opfer hätten sein können. Deren Biographien sich durch diese Theaterarbeit wiederum gewandelt haben und neue Geschichten erzählen, das hat uns in der Jury zutiefst überzeugt.“Abschnitt bearbeiten

Die Laudatorin, Ines Pohl, Chefredakteurin der taz, lobte die Geschichte des Preises und wies auf die Bedeutung hin, die eine solche Auszeichnung bis heute im Rahmen gesellschaftlicher Auseinandersetzung zur Verteidigung demokratischer Strukturen und offenen Gesellschaften hat.

 
 

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