Wie soll man davon leben?

Veröffentlicht am 09.08.2011 in Wahlen

Robert Drewnicki und Sigmar Gabriel mit Azubis

Mit 850 Euro Gehalt als ausgebildeter Koch kann man nur schwer auskommen, geschweige denn eine Familie gründen. Sigmar Gabriel war einmal mehr entsetzt über das mittlerweile von vielen für selbstverständlich gehaltene Lohnniveau in vielen Bereichen. Auch wenn für die Auszubildenden erst einmal im Vordergrund steht, ihre Ausbildung erfolgreich abzuschließen, ist ihnen natürlich klar, dass man mit so einem Gehalt keine Familie ernähren kann.

Die Menschen in ihrem Alltag antreffen, darum ging es an diesem Montag, dem 8. August, an dem der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel den Ausbildungsbetrieb der Stadionterrassen am Olympiastadion auf Einladung des Westender Wahlkreiskandidaten Robert Drewnicki besuchte.

In einem intensiven Gespräch zwischen Sigmar Gabriel, Robert Drewnicki sowie den Vertretern des kiezküchen e. V. und den anwesenden Auszubildenden ging es aber nicht nur ums Geld. Auch der Sinn von einzelnen Fördermaßnahmen, die Schwierigkeiten mit der Berufsschule und die Zukunftswünsche prägten das offene Gespräch. Sigmar Gabriel lobte das Engagement des Ausbildungsvereins. Ohne Einrichtungen wie die Kiezküchen hätten viele Jugendliche keine Chance auf eine Ausbildung. Gabriel stellte aber auch klar, dass für die Ausbildung im dualen System die Wirtschaft zuständig sei und das die Regel bleiben müsse. Denn nur im dualen System lernen die Auszubildenden alle Facetten eines Berufes, weshalb Deutschland von vielen anderen Ländern um die duale Ausbildung in Betrieb und Berufsschule beneidet werde.

Leider gibt es jedoch immer noch für viele Jugendliche keine regulären Ausbildungsplätze. Und Robert Drewnicki stellte fest. "Wir dürfen keinen Jugendlichen verlieren. Das ist für die SPD kein Lippenbekenntnis. Ausbildungsbetriebe wie die Stadionterrassen übernehmen eine wichtige Rolle, wo die private Wirtschaft sich ihrer Ausbildungsverpflichtung entzieht und bieten auch Jugendlichen ohne geradlinigen Bildungsverlauf eine Chance auf Ausbildung und damit auf eine Zukunft. Das das weiterhin möglich ist, dafür möchte ich mich einsetzen."

Zu den Stadionterrassen
Die Stadionterrassen in Westend sind ein Betrieb der kiezküchen GmbH, einer Tochtergesellschaft des bildungsmarkt e. V. und erbringen ihre gastronomischen Dienstleistungen in reinen Ausbildungsbetrieben. Die kiezküchen bieten Ausbildungen und Qualifizierungen – auch in modularer Form – in Kooperation und im Verbund mit Unternehmen des Hotel- und Gaststättengewerbes an. Die kiezküchen qualifizieren derzeit rund 1.000 Menschen an 15 Standorten in ganz Berlin. Überwiegend sind es Jugendliche und junge Erwachsene in der beruflichen Erstausbildung. In den Stadionterrassen am Olympiastadion (Jesse-Owens-Allee 2) kann man Montag bis Freitag bis 17 Uhr zu moderaten Preisen gut essen und trinken.

 
 

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